Jugendwohngemeinschaft
für Unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA)

Ansprechpartner

Leitung Regionalgruppe Heidelberg/Rhein-Neckar

Mathias Beisiegel

Sozialmanagement M.A.
Dipl.- Sozialpädagoge (FH)
Mobil: 0163 8088 253

Ein relativ neuer Tätigkeitsbereich innerhalb der AGFJ wurde im Jahre 2015 aus der Taufe gehoben: Im Zuge der großen Zahl der Flüchtlinge kamen auch sehr viele sog. „Unbegleitete minderjährige Ausländer“ (kurz: UMA) nach Deutschland, die von den Jugendämtern in Obhut genommen werden und innerhalb der Jugendhilfe betreut werden mussten.

Oberstes Ziel der Arbeit mit den UMA´s ist es, ihnen einerseits einen sicheren Ort zu bieten, andererseits mit ihnen nach der ersten Phase des Ankommens ihre teilweise traumatischen Erlebnisse auf der Flucht, den Verlust ihrer Familie und ihres früheren Lebensumfeldes zu bearbeiten und ihnen somit den Aufbau ihres neuen Lebens in Deutschland und eine gelingende Integration in Deutschland zu ermöglichen.

Zunächst betreute die AGFJ bis zu 6 Jugendliche in einer Notunterkunft in Heidelberg, jeweils so lange, bis ein stationärer Platz in einer Einrichtung o.ä. gefunden werden konnte. Leider gelang es nicht, für die 6 Jugendlichen, die zuletzt noch in der Wohnung lebten, eine dauerhafte Wohnung zu finden, sodass die Not-Wohnung Ende Februar 2017 aufgelöst werden musste und die Jugendlichen bei anderen Trägern unterkamen.

Im Juni 2016 gelang es uns, eine sehr schöne und große Wohnung in Leimen zu finden, wo Ende Juli 2016  zunächst 6 Jugendliche aus einer Not-Einrichtung des Rhein-Neckar-Kreises einziehen konnten. Ab 2018 wurde die Platzzahl für diese Wohnung auf 4 Plätze angepasst.

Die Jugendlichen begannen in Vorbereitungsklassen an Berufsschulen die deutsche Sprache zu lernen und darüber hinaus auch Lerninhalte, die sie befähigen sollen, den Hauptschulabschluss und im Anschluss eine Ausbildung zu machen. Darüber hinaus besuchen die Jugendlichen Vereine, Theater- bzw. Musikprojekte und bauen sich so ein neues Lebensumfeld in Deutschland auf.

Ab 2018 begann der Prozess der Verselbständigung. Es wurden drei Ein-Zimmer-Wohnungen in Leimen und Mannheim angemietet und eine Drei-Zimmer-Wohnung in Heidelberg. Die Platzzahl stieg zwischenzeitlich auf 9 Plätze an.

Ab Oktober 2019 begann dann die Phase des Abschiednehmens. Einige Jugendliche wurden oder werden bis Mitte 2020 21. Jahre alt und damit endet der Anspruch auf die Jugendhilfe.

Nach Abschluss aller Maßnahmen planen wir eine Evaluation - die Ergebnisse werden an dieser Stelle einen Platz finden.