Qualitätsstandards

| Strukturqualität

1. Mitarbeiter*innen

Zurzeit beschäftigt die AGFJ Mannheim 58 pädagogische MitarbeiterInnen, davon 37 Frauen und 21 Männer mit insgesamt 43,55 Personalstellen. (Stand 11/2019)

Folgende Berufsfelder sind vertreten:

  • Sozialpädagog*innen/ Sozialarbeiter*innen
  • Jugend- und Heimerzieher*innen
  • Erzieher*innen
  • Pädagog*innen/ Erziehungswissenschaftler*innen
  • Soziolog*innen
  • Heilpädagogin
  • Kindheitspädagogin
  • Heilerziehungspfleger*innen/ Arbeitserzieher*innen
  • Theologe
  • Hebamme
  • Dipl. Mediatorin
  • Kinderpflegerin
  • Gesundheits- und Krankenpfleger*innen
  • Theaterpädagoge
  • Psycholog. Kinder- und Jugendliche Psychotherapeut (in Ausbildung)

Die Regionalgruppe Mannheim kooperierte 2019 mit 2 Selbständigen.
In den Teams sind Kolleg*innen mit Migrationshintergrund (5 türkisch, 1 tschechisch, 2 italienisch, 1 iranisch, 1 polnisch) bzw. Kolleg*innen mit einschlägigen Sprachkompetenzen (30 englisch, 5 französisch, 3 italienisch, 1 spanisch, 2 russisch, 1 ungarisch,1 polnisch, 1 tschechisch). (Stand 01/2019)

Es gibt derzeit zudem

5 PraktikantInnen (StudentInnen der Sozialpädagogik), 1 Studentin im Dualen Studium (Stand 01/2019)

Zum Mannheimer Team gehörten noch

  • 2 Sekretärinnen,
  • 1 Hauswirtschafterin
  • 1 Mitarbeiter für Logistik sowie Gebäudeverwaltung und
  • 2 Raumpflegerinnen.

Fort- und Weiterbildung:

Die Mitarbeiter*innen der AGFJ sind nach dem Heidelberger Modell der Sozialpädagogischen Familien- und Erziehungshilfe fortgebildet.

Die Mitarbeiter*innen haben zusätzlich unterschiedliche Weiterbildungen bzw. Zusatzqualifikationen: (Stand 02/2020)

 

DGSF empfohlen

Die AGFJ Familienhilfe-Stiftung ist mit dem Qualitätssiegel „DGSF-empfohlene Einrichtung“ der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) ausgezeichnet worden.

Multifamilientherapie, interne Grundausbildung, (38 Mitarbeiter*innen)
Systemische Familientherapie (29 Mitarbeiter*innen, davon 2 in Ausbildung)
Multifamilientherapie (4 Mitarbeiter*innen, davon 1 in Ausbildung)
NLP-Trainer / -Practitioner (3 Mitarbeiter*innen)
Marte Meo (4 Mitarbeiter*innen)
Umgang mit sexualisierter Gewalt (2 Mitarbeiter*innen)
Systemischer Familienberater (2 Mitarbeiter*innen)
Lösungsorientierte Beratung (2 Mitarbeiter*innen)
Erlebnispädagogik (2 Mitarbeiter*innen)
NLP-Resonanz-Coach (2 Mitarbeiter*innen)
Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie (2 Mitarbeiter*innen)
Psycholog. Kinder- und Jgdl.-Psychotherapeut (i.A.) (2 Mitarbeiter*innen in Ausbildung)
Kursleiter: Das Baby verstehen (2 Mitarbeiter*innen)
Fachberater für Psychotraumatologie (2 Mitarbeiter*innen)
Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung (1 Mitarbeiter*in)
Traumapädagogik (1 Mitarbeiter*in in Ausbildung)
Systemische Paartherapie (1 Mitarbeiter*in)
Systemische Paar- und Familientherapie (1 Mitarbeiter*in)
Kunsttherapie (2 Mitarbeiter*innen)
Supervision (1 Mitarbeiter*in in Ausbildung)
Lerntherapie (1 Mitarbeiter*in)
Trainerin für "gehirngerechtes Lernen" (1 Mitarbeiter*in)
Themenzentrierte Interaktion (1 Mitarbeiter*in)
Non-direktive Kinderspieltherapie (1 Mitarbeiter*in)
Traumakonzepte in der Kunsttherapie (1 Mitarbeiter*in)
Konfliktberatung (1 Mitarbeiter*in)
Tanztherapie (1 Mitarbeiter*in)
Psychomotorik (1 Mitarbeiter*in)
Integrative Einzel-, Paar-, Familien- und Sexualtherapie (1 Mitarbeiter*in)
Theaterpädagogik (1 Mitarbeiter*in)
Theaterpädagoge (1 Mitarbeiter*in)
Motopädagogik (1 Mitarbeiter*in)
ADHS Trainer (1 Mitarbeiter*in)
Starke Eltern - Starke Kinder (1 Mitarbeiter*in)
Medienpädagogik (1 Mitarbeiter*in)
Psychologische Beratung (1 Mitarbeiter*in)
SAFE-Mentor (1 Mitarbeiter*in)
Kinderpflegerin (1 Mitarbeiter*in)
Gesundheits- und Krankenpflegerin (1 Mitarbeiter*in)

 

2. Organisatorische Rahmenbedingungen:

  • "flache" Hierarchie
  • regelmäßige Teambesprechungen und Kollegiale Beratung
  • externe Supervision für die Mitarbeiter*innen in 3 Gruppen, 4-wöchig
  • regelmäßige Leitungssupervision
  • Räumlichkeiten in der MA-Neckarstadt, MA-Jungbusch und MA-Schönau (Gruppen- und Besprechungsräume, Büros für Mitarbeiter*innen), von der Geh- zur Komm-Struktur,
  • verkehrsgünstig und zentral gelegen
  • 8 Fahrzeuge, Diensthandys, Email-Adresse für jede/n Mitarbeiter*in, PCs, Laptops, diverse Arbeits- und Spielmaterialien

Verfahrensmodus bei Aufnahmeanfragen

  • Die Teamleitung nimmt telefonische Fallanfragen mit einer ersten Anamnese an. Für Fallanfragen gibt es keine Ausschlusskriterien
  • Zusendung der für den Fall relevanten Unterlagen durch den sozialen Dienst
  • Fallvergabe im Team, nach Kriterien wie Kapazitäten, Wünsche, Eignung
  • Vereinbarung eines Erstgespräches mit der Familie, AGFJ und dem sozialen Dienst
II Prozessqualität

Angebote und Inhaltliche Ausrichtung der Arbeit

Die AGFJ Familienhilfe-Stiftung bietet Familien in kritischen Lebenssituationen flexible Unterstützung an:

  • Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) nach § 31 SGB VIII
  • Erziehungsbeistandschaft / Betreuungshelfer (EBST) nach § 30 SGB VIII
  • Familienorientierte Schülerhilfe nach § 29 SGB VIII (Neckarschule, Johannes-Kepler-Schule, Jungbuschschule, Humboldtschule)
  • Multifamilientherapiegruppe (MFT-Gruppen) nach § 31 SGB VIII
  • Familienklassenzimmer nach § 27.2 SGB VIII (Neckarschule)
  • Familientherapeutische Angebote wie Aufsuchende Familientherapie (AFT) oder Multifamilientherapie (MFT) auch als Differenzierungsangebote im Rahmen der Hilfen nach § 31 bzw. § 30 SGB VIII. Das Setting des Angebots und der Bedarf werden im Rahmen der Hilfeplanung abgestimmt
  • Gruppen für Kinder, Jugendliche und Eltern als Differenzierungsangebote im Rahmen der Hilfen nach § 31 bzw. § 30 SGB VIII. Der Bedarf wird im Rahmen der Hilfeplanung abgestimmt. Das Gruppenangebot mit Informationen entnehmen Sie bitte der Internetpräsenz
  • Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder u. Jugendliche nach § 35a SGB VIII


Die Mitarbeiterführung und die Arbeit mit den Familien und Kindern orientieren sich grundsätzlich am Menschenbild und der Philosophie des Heidelberger Modells der Sozialpädagogischen Familien- und Erziehungshilfe:

  • in kleinen Schritten zu großen Erfolgen
  • an den Fähigkeiten anknüpfen statt Defizite beschreiben
  • Schwierigkeiten werden unter dem Gesichtspunkt der Sinnhaftigkeit und der Überwindbarkeit betrachtet
  • Respekt vor den Normen und Werten der Menschen
  • Anerkennung des Rechts auf eigene Kultur und Lebensformen
  • Eltern und Kinder werden als Partner und Kunden betrachtet
  • mit der Familie planen statt für die Familie
  • Ermutigen statt entmündigen.

Eine Transparenz des Hilfeverlaufs mit allen Beteiligten wird verfolgt.
Modelle der Systemischen und der Strukturellen Therapie finden Anwendung.
In der Arbeit mit Kindern werden verhaltenstherapeutische Ansätze gewählt.
Die familientherapeutischen Angebote (Aufsuchende Familientherapie, Multifamilientherapie, Elterncoaching) kommen in Absprache mit dem Jugendamt auch als Differenzierungsangebote im Rahmen der Hilfen nach § 31 bzw. § 30 SGB VIII zum Einsatz.


Setting und Methoden

  • Teamarbeit hat hohe Priorität.
  • Der Einsatz in den Familien erfolgt in der Regel zu zweit (Vertrauen vs. professionelle Distanz; Verteilung von Verantwortung; Verschiedene Sichtweisen auf problematische Situationen; Voraussetzung für Methoden wie das Reflecting Team und andere Interventionen)
  • Zeitlich begrenztes Hinzuziehen von Kollegen, um weitere Entwicklungen anzuschieben
  • Die Arbeitszeiten orientieren sich an Wochentagen an den Bedürfnissen der Familien
  • Gruppenangebote - Vernetzte Kooperation zwischen Familienhelfer*innen und Gruppenverantwortlichem
  • Transparentes Arbeiten bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a SGB VIII
  • Generell finden Kooperationen mit allen am Hilfeziel beteiligten Personen und Institutionen statt

Unsere Gruppenangebote (Stand 2019):

Erwachsene:

  • Kunstgruppe
  • Frauentreff

Kinder/ Jugendliche:

  • Sonnengruppe
  • Wald- und Wiesengruppe
  • Schwimmgruppe
  • Reitgruppe
  • Mädchengruppe 1
  • Mädchengruppe 2
  • Fahrradgruppe

Eltern + Kinder:

  • Multifamilientherapiegruppe"Erziehung"
  • Familienklassenzimmer
  • Multifamilientherapiegruppe"Häusliche Gewalt"

Familienorientierte Schülerhilfe:

  • an der Neckarschule (MA-Neckarstadt)
  • an der Humboldtschule (MA-Neckarstadt)
  • an der Jungbuschschule (MA-Jungbusch)
  • an der Johannes-Kepler-Schule (MA- Quadrate)

In den Schulferien bietet die AGFJ ein- bis mehrtägige Freizeitangebote (teils mit Übernachtung) an.

III Ergebnisqualität

Betreute junge Menschen bzw. Familien (Stand 11/2019):

§ 29 Familienorientierte Schülerhilfe / Familienklasse (35 Hilfen)
§ 30 Erziehungsbeistandschaften (45 Hilfen)
§ 31 Sozialpädagogische Familienhilfe (130 Hilfen)
Sonstige (4 Hilfen)

Dokumentation:

Jeder Kontakt wird in einem Formular kurz dokumentiert.

Stellungnahme zum Hilfeplan / Hilfeende:

In der Regel geht allen Beteiligten 1 Woche vor dem Hilfeplangespräch eine Stellungnahme zu. Differenziert wird nur bei akuter Kindeswohlgefährdung.Beendigung einer Hilfe wird früh thematisiert. Bei Bedarf können Gutscheine zur Nachbetreuung ausgestellt werden.